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06.03.2025 | Pressemitteilung | Kein Zebrastreifen für die Schnellerstraße? Bürgerinitiative kritisiert „absurdes Behörden-Pingpong“

Berlin, 06.03.2025 Die Schnellerstraße in Treptow-Köpenick führt mitten durch ein Wohngebiet – und wird täglich von bis zu 12.000 Autos befahren. Eine neue Bürgerinitiative in Niederschöneweide fordert von Bezirk und Senat Verbesserungen für Anwohner:innen, die unter Verkehrslärm, Abgasen und fehlenden Fußgängerüberwegen leiden. In einem aktuellen Streit um einen fehlenden Zebrastreifen an der Kreuzung Schnellerstraße/Britzer Straße wirft sie der zuständigen Bezirksstadträtin Claudia Leistner sowie der Senatsverwaltung vor, die Lösung des Problems zu verschleppen.

„Ob für Rollstuhlfahrerinnen, ältere Menschen oder Kinder: Derzeit ist es ein Himmelfahrtskommando, die Schnellerstraße an dieser Stelle zu überqueren. Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Verkehrstoten pro Jahr auf Null zu bekommen – diese Ankündigung wirkt wie heiße Luft, wenn schon simpelste Maßnahmen wie Zebrastreifen scheitern“, kommentiert Anika Lischewski von der Initiative Langsamerstraße.

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat für die Kreuzung Schnellerstraße/Britzer Straße bereits 2018 einen Zebrastreifen angeordnet. Dieser wurde bislang jedoch durch das Straßen- und Grünflächenamt im Bezirk nicht umgesetzt. Stattdessen hat der Bezirk das Vorhaben nach sechs Jahren Ende 2024 erneut zur Prüfung an den Senat zurücküberwiesen. Das belegt die Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage von Lars Düsterhöft (SPD, Mitglied des Abgeordnetenhauses), die der Bürgerinitiative vorliegt.

„Wenn Bürgerwille auf den Granit der Berliner Verwaltung trifft: Dass ausgerechnet der Bezirk eine existierende verkehrsrechtliche Anordnung für einen Fußgängerüberweg seit sieben Jahren einfach nicht umsetzt und jetzt den Ball nochmal zurück an die Senatsverwaltung spielt, ist ein absurder Fall von Behörden-Pingpong“, kritisiert Johannes Heeg von der Initiative Langsamerstraße. „Wir fordern Bezirksstadträtin Claudia Leistner dazu auf, das Problem endlich ernst zu nehmen und zeitnah eine Lösung zu entwickeln!“

Neben dem Zebrastreifen fordert die Bürgerinitiative Langsamerstraße den Bezirk mit einem 10-Punkte-Plan zu weiteren Verbesserungen im Wohngebiet entlang der Schnellerstraße auf. Für die vorgeschlagenen Maßnahmen sind nach Angaben der Initiative keine langen Planungsprozesse nötig und sie würden nichts oder nicht viel kosten – sie würden das Wohngebiet rechts und links der Schnellerstraße aber sofort lebenswerter machen. Zudem hat die Initiative eine Unterschriftensammlung für einen Einwohner:innen-Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gestartet.

Weiterführende Informationen:

Pressekontakt:

Anika Lischewski, Bürgerinitiative Langsamerstraße: bi-langsamerstrasse@posteo.de, 0176 54079278