250 Menschen, ein Zebrastreifen auf der Schnellerstraße und ein Kiez, der plötzlich ganz anders aussah. Unsere Demo am 3. September hat gezeigt, was in Niederschöneweide mit ein wenig politischem Gestaltungswillen möglich wäre. Für uns ist klar: Wir werden auch nach den Wahlen nicht nachlassen!



01.10.2026 Was für ein Tag! Am 3. September sind rund 250 Menschen unserem Aufruf gefolgt und haben mit uns für den Zebrastreifen an der Kreuzung Britzer Straße/Schnellerstraße demonstriert. Eltern mit Kindern, Nachbar:innen, ältere Menschen, Aktive aus dem Kiez und viele weitere Unterstützer:innen waren dabei. Auf der Bühne gab es Redebeiträge von Claudia Leistner (Grüne), Lars Düsterhöft (SPD), Fabian Ulrich (Linke) und Harald Moritz von FUSS e.V. – und vor allem: Von Kindern aus unserem Kiez, die deutlich gemacht haben: Wir wollen endlich sicher zur Schule kommen!
Und dann das HIghlight: Zu dramatischen Trompeten- und Beatbox-Klängen entrollte das Theaterhaus Berlin einen großen Teppich auf der Schnellerstraße – und plötzlich war er da, der Zebrastreifen. Augenblicklich hast sich die gesamte Atmosphäre an der Kreuzung verändert: Statt tosender Autos strömten nun Menschen auf die Straße, Kinder spielten dort und konnten sich mit Stiften auf dem Teppich verewigen. Die Kreuzung war plötzlich ein Ort, an dem man sich unterhalten konnte – die Straße war tatsächlich zu einem öffentlichen Raum geworden.


Und dann? Dann mussten wir den schönen Teppich wieder einrollen. Nun tost der Verkehr wieder, nun warten wir weiter auf den Zebrastreifen, der schon 2018 angeordnet wurde. Aber eines hat die Demo ganz deutlich gemacht: Wir sind viele. Und wir bleiben dran.
Unsere Petition hat inzwischen die Marke von 2.000 Unterschriften geknackt – und es werden immer mehr. Du hast noch nicht unterschrieben? Dann hol das jetzt nach und teile die Petition mit deinen Nachbar:innen und Freund:innen!



Und wie geht es jetzt weiter?
Nach den Wahlen in Berlin müssen wir jetzt abwarten, wer künftig Verkehrssenatorin oder Verkehrssenator wird und wer im Bezirk Treptow-Köpenick für Verkehr zuständig sein wird. Sobald die neuen Verantwortlichen feststehen, werden wir den Kontakt aufnehmen und ihnen unsere Petition übergeben – mit den Unterschriften von mehr als 2.000 Menschen im Gepäck.
Und wir haben schon weitere Aktionen geplant – darunter eine Postkartenaktion an die neue Verkehrssenatorin oder den neuen Verkehrssenator, um dafür zu sorgen, dass der Zebrastreifen nicht wieder in den Untiefen der Berliner Bürokratie verschwindet. Wir werden weiter nachfragen, wenn nötig demonstrieren, die Verantwortlichen nerven. Wenn du mitmachen willst, nimm Kontakt auf – eine Bürgerinitiative lebt von engagierten Menschen aus der Nachbarschaft. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht!




